FDP-FRAKTION: Kleine Anfrage zum Ausbaubedarf bei der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bis 2030

Vorbemerkung

Nach Schätzungen der Bundesregierung wird sich der Anteil der Elektrofahrzeuge (Vollelektrisch oder Hybrid)
bis zum Jahr 2030 deutlich schneller und stärker steigern als bisher angenommen. Die sozio-demografische
Bevölkerungsstruktur in Darmstadt lässt erwarten, dass sich die für Deutschland insgesamt prognostizierten
Zahlen entsprechend auf die Stadt Darmstadt herunter skalieren lassen. Daher steht auch für das Gebiet der
Wissenschaftsstadt Darmstadt ein erheblicher Bedarf für den Ausbau einer angemessenen Ladeinfrastruktur
(charge points) zu besorgen. Der Ausbau einer qualitativ und quantitativ angemessenen Ladeinfrastruktur ist
essentiell für das Erreichen der Ziele der Mobilitätswende im Bereich der Dekarbonisierung des MIV. Auch
das kommunale Klima- und Mobilitätsmanagement steht daher in eine besonderen Verantwortung.

Dies vorausgeschickt frage ich den Magistrat:

  1. Wie viele öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge (einschl. solcher in öffentlich zugänglichen
    Tiefgaragen) bestehen derzeit in Darmstadt?
  2. Welche CPO sind derzeit in Darmstadt als Betreiber dieser Ladeinfrastruktur aktiv?
  3. Wie hoch schätzt der Magistrat den zusätzlichen Ausbaubedarf für öffentlich zugängliche Ladepunkte
    bis zum Jahr 2025 bzw. bis zum Jahr 2030?
  4. Unbeschadet des Bedarfs am Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur, wie hoch schätzt der Magistrat
    den Anteil an zusätzlich in den genannten Zeiträumen einzurichtender privater Ladeinfrastruktur
    (Wallbox-Systeme)?
  5. Unter Zugrundelegung der in den Antworten zu Frage 3 und 4 beschriebenen Ausbauraten, wie
    schätzt der Magistrat die erforderlichen Kapazitäten im örtlichen Verteilnetz ein? Sind diese geeignet
    den benötigten Ausbau der öffentlichen und privaten Ladeinfrastruktur kapazitär aufzunehmen?
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  6. Mit welchen Investitionen in den Ausbau, die Ertüchtigung und die Digitalisierung des örtlichen
    Verteilnetzes rechnet der Magistrat im Zusammenhang mit den Ausbaunotwendigkeiten im Bereich
    der Ladeinfrastruktur?
  7. Ist der Magistrat bereit in seiner Rolle als unmittelbarer oder mittelbarere Anteilseigner die
    Eigenkapitalbasis des örtlichen Verteilnetzbetreibers angemessen zu erhöhen, damit dieser den
    anzunehmenden erhöhten Investitionsbedarfen gerecht werden kann (vergleichbar der Stärkung der
    Eigenkapitalbasis der bauverein AG)?
  8. Falls nein, warum nicht?