BLUM: Verzicht auf Gewerbeflächen im Norden macht Revitalisierung anderer Flächen erforderlich – Lösung für Heag mobilo muss gefunden werden

Mit dem angekündigten Verzicht auf die Entwicklung von Gewerbeflächen im Darmstädter Norden steigt, so der wirtschaftspolitische Sprecher der Freien Demokraten Leif Blum, der Druck auf andere Flächen in Darmstadt. Zwar begrüße man das klare Zeichen für den Klimaschutz, das mit der Entscheidung verbunden sei, so Blum, dennoch müsse in Darmstadt auch weiterhin gewerbliche Entwicklung und Neuansiedlung möglich sein.

„Die Entscheidung zwingt dazu, alle weiteren Flächenpotentiale in der Stadt, die sich für eine gewerbliche und industrielle Nutzung eignen für eine solche auch zu aktivieren und planerisch vorzubereiten. Darmstadts Wirtschaft braucht auch in Zukunft eine Wachstumsperspektive“, so Blum. Er rechne nicht damit, dass Flächenverbräuche zurück gingen, betont Blum. „Das Gegenteil ist der Fall. Nach Pandemie und Krieg setzen viele Unternehmen wieder verstärkt auf Produktions- und Lagerkapazitäten vor Ort, anstatt sich nur auf globale Lieferketten zu verlassen. Der Flächenbedarf wird eher steigen.“

Als oberste Priorität sieht Blum jedoch die Auswahl eines neuen Standorts für das Zentraldepot der Heag mobilo. „Unser Nahverkehrsunternehmen kommt in vielerlei Hinsicht an seine Kapazitätsgrenzen. Dabei ist der beschränkte und nicht mehr erweiterbare Standort am Böllenfalltor die größte Engstelle. Ohne zusätzlichen Flächen sind auch keine zusätzlichen Investitionen in Fahrzeuge möglich. Und ohne Fahrzeuge kann das Angebot nicht ausgeweitet werden. Wir brauchen schnell eine sichere Lösung in der Standortfrage und damit Planungssicherheit für die Heag mobilo“, fordert Blum.