BLUM: Koalition wird zum Totengräber des Traums vom Eigenheim in Darmstadt

Wohnen und Arbeiten13. Juni 2020

Als schlechte Nachricht bezeichnet der Vorsitzende der Freien Demokraten, Leif Blum, die Festlegung im neuen Masterplan 2030, wonach der Neubau ein Einfamilienhäusern die absolute Ausnahme werden solle. „Die Koaltion trägt den Traum junger Familien vom eigenen Haus in Darmstadt endgültig zu Grabe und zementiert einen Status Quo, der nur denen nutzt, die schon ein Haus besitzen. Das ist weder sozial noch stadtplanerisch sinnvoll. Auch wenn es nicht ins Grüne Weltbild passt, es gibt Menschen, die träumen vom eigenen Haus mit Garten. Und arbeiten lange darauf hin. Die getroffenen Festlegungen sind ein Schlag für all diese Menschen. Die soziale Ausgewogenheit in der Stadt endet nicht bei den Einkommensgrenzen der öffentlichen Wohnraumförderung.“

Blum befürchtet, dass sich die Preise im Einfamilienhaussegment alleine durch die Aussagen des Magistrats noch einmal erhöhen werden. „Die Angebotsknpappheit wird nun amtlich zementiert. Das wird sich auch in den Preisen widerspiegeln. Und für viele wird es nun gänzlich unmöglich sein, ein eigenes Haus zu erwerben. Anstatt den Erwerb des eigenen Hauses für junge Familien zu fördern, drängt die Koalition diese Menschen uns Umland. Und schafft nur neue Probleme“, so Blum.

Die Umlandkommunen seien nun, so Blum, die einzige Option für Bau- oder Kaufwillige. Dies führe auch zu Preisanstiegen dort und wirke zudem kontraproduktiv auf die Pendlerproblematik. „Die Arbeitsplätze bleiben in Darmstadt, nur diese Menschen werden gehen. Und jeden Tag mit dem Auto zurück kommen. Wer wohnen und arbeiten zusammenbringen will, der darf nicht bestimmte Wohnwünsche ignorieren.“