BLUM: Bunte Bildchen reichen nicht aus

01.08.2020

Mehr Substanz wünscht sich der Vorsitzende der Freien Demokraten in Darmstadt, Leif Blum, in den Plänen zur möglichen Bebauung und städtebaulichen Entwicklung des Messplatzes. „Bunte Bildchen und leere Worthülsen reichen für eine planvolle und nachhaltige Stadtentwicklung nicht aus. Hier muss mehr Substanz kommen, mit der die besonderen Chancen des Areals aus der engen Verzahnung von Wohnen und Gewerbe besser zum Ausdruck kommen. Und auch die unnötige Verengung auf reinen Geschosswohnungsbau zeugt nicht von planerischer Weitsicht“, kritisiert Blum.

„Ich würde mir wünschen, die bauverein AG würde einen gewissen Anteil von Eigentumswohnungen realisieren und dabei möglichst an Familien mit mittleren Einkommen denken, die aus den klassischen Förderrastern herausfallen. Darüberhinaus sollte ein Anteil von Reihenhäusern vorgesehen werden, denn der Bedarf in diesem Segment ist riesig“, so Blum. Gerade der bauverein als kommunales Unternehmen müsse und solle nicht auf maximal Ausnutzung und damit maximale wirtschaftliche Verwertung der Fläche angewiesen sein, gibt Blum zu bedenken. „Die kommunale Steuerungsfunktion muss hier vor der Gewinnmaximierung stehen. Das können die Privaten ohnehin besser.“

Schlussendlich vermisst Blum ein mit dem Amt für Wirtschaftsförderung abgestimmtes Konzept zur Verzahnung von Wohnen und Arbeiten in dem neuen Quartier. „Der Umstand, dass auf Teilen der Fläche keine Wohnbebauung zulässig ist, muss als Chance begriffen werden. Hier kann ein neues Musterquartier entstehen, das Arbeit und Wohnen zusammen führt und damit auch positiven Einfluss auf Verkehrsströme haben könnte. Dazu braucht es aber einen gesamthaften Ansatz in Abstimmung aller Ämter. Es braucht einen Plan, welche Gewerbe dort angesiedelt werden könnten und wie dies zur Bewohnerstruktur passen könnte. Hier wäre mehr visionärer Mut gefragt.“