
Leif Blum (MdL)
Die Kooperation mit einem privaten Betreiber hätte aus Sicht der FDP mehrere Vorteile für die Stadt, erläuterte Blum. Durch das Behalten einer qualifizierten Restbeteiligung würde der Einfluss der Stadt in hinreichendem Maße erhalten bleiben. Ein neuer Partner würde frisches, offensichtlich dringend benötigtes Kapital zuführen können. Ein privater Betreiber brächte zudem die notwendige Expertise ein, derer es Bedarf, um im Kongressgeschäft schwarze Zahlen zu schreiben. Letztlich agiere ein privater Partner wegen des eigenen wirtschaftlichen Risikos stringenter in Krisensituationen, da sein eigenes eingesetztes Kapital und dessen angemessene Verzinsung auf dem Spiel stünde.
„Der Umstand, dass die Stadt als Betreiber kein wirtschaftliches Risiko im Sinne eines Kapitalverlustes trägt, sondern aus dem öffentlichen Haushalt letztlich jeden Fehlbedarf abdecken wird, befördert nicht die notwendigen Weichenstellungen für einen dauerhaft nicht-defizitären Betrieb. Es handelt sich dabei jedoch um Steuergelder, deren Einsatz in unternehmerischen Betätigungen der Kommune besonders restriktiv zu handhaben ist. Gerade deshalb sollte der Oberbürgermeister jetzt die Notbremse ziehen und sich eines professionellen Partners bedienen.“, so Blum abschließend.